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10.08.2026

Krebsregisterdaten als Grundlage für die Forschung

Krebsregisterdaten für die Forschung: Die bundesweite Verknüpfung der NAKO Gesundheitsstudie mit den Krebsregistern zeigt das große Potenzial von Registerdaten für die Krebsforschung.

Eine aktuelle Publikation im Deutschen Ärzteblatt (https://doi.org/10.3238/arztebl.m2026.0061) beschreibt erstmals das bundesweite Linkage der Daten der Nationalen Kohorte (NAKO Gesundheitsstudie) mit den epidemiologischen Krebsregistern der Bundesländer. Die NAKO umfasst mehr als 205.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und ist die größte bevölkerungsbezogene Langzeitstudie Deutschlands.

Durch die Verknüpfung mit den Krebsregisterdaten konnten bereits rund 4.300 neu aufgetretene und etwa 2.800 bereits vor Studieneinschluss diagnostizierte Krebserkrankungen identifiziert werden. Die Studie zeigt, dass die bevölkerungsbezogenen Krebsregister eine unverzichtbare Grundlage für die zuverlässige Erfassung von Krebserkrankungen und damit für hochwertige epidemiologische Forschung sind. Zugleich verdeutlicht sie, dass die kontinuierliche und vollständige Meldung von Krebsdiagnosen durch Ärztinnen und Ärzte entscheidend für die Qualität wissenschaftlicher Auswertungen ist.

Unser herzlicher Dank gilt allen meldenden Ärztinnen und Ärzten. Mit Ihren Meldungen leisten Sie einen wesentlichen Beitrag dazu, dass Krebsregisterdaten nicht nur die Versorgung und Qualitätssicherung unterstützen, sondern auch wichtige Erkenntnisse zu Ursachen, Häufigkeit und Verlauf von Krebserkrankungen ermöglichen.

Veröffentlichung: Katzke VA, Arndt V, Greiser KH, et al. Ascertainment of Cancer Cases in the German National Cohort (NAKO): Methods and Initial Results.Dtsch Arztebl Int. Published online July 10, 2026. doi:10.3238/arztebl.m2026.0061

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