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Details zur Veranstaltung sowie das Anmeldeformular finden Sie hier.

Das „Manual plus“ unterstützt Dokumentierende sowie Ärztinnen und Ärzte bundesweit bei der Arbeit mit dem onkologischen Basisdatensatz (oBDS). Zum 1. August 2026 liegt die überarbeitete Fassung vor.

Was ist neu? Die Landeskrebsregister haben unter anderem neue Dokumentationsbeispiele ergänzt, Quellen aktualisiert, Änderungen an Klassifikationen berücksichtigt und Plattformbeschlüsse direkt an den relevanten Stellen im Manual plus verlinkt. Auch die Kapitelstruktur wurde übersichtlicher gestaltet.

Beispiele aus dem Kapitel „Systemische Therapie“:

Sonstige Therapien:
Bei den sonstigen Therapien wurden neue Beschlüsse der Plattform § 65c umgesetzt. Für alle Anwender:innen sind die Beschlüsse direkt mit den Beispielen wie „Aderlasstherapie“ und „Optune TT Fields“ verlinkt. Praxisnah und transparent.

Item 16.07 „Ende Grund“:
Bei Item 16.07 „Ende Grund“ wurden konkrete Dokumentationsbeispiele für drei Ausprägungen ergänzt:

Lokale medikamentöse Therapien:
Bei den lokalen medikamentösen Therapien wurden Beispiele zu den Therapieformen „TACE“ und „Mitomycin-Instillation“ eingefügt.

Die Überarbeitung des „Manual plus“ nimmt Fragen auf, die aus den Meldestellen an die Plattform § 65c herangetragen wurden. Die neuen Beispiele sollen mehr Sicherheit bei der Eingabe schaffen.

Das Manual plus ist kostenfrei zugänglich unter: https://plattform65c.atlassian.net

„Manual plus“ ist ein Projekt der 15 Landeskrebsregister, koordiniert über das Doku-Netzwerk der Plattform § 65c und dem Deutschen Krebsregister e.V. (DKR).

Die Jahrestagung wurde vom Epidemiologischen Krebsregister Baden-Württemberg organisiert. Im Mittelpunkt der Tagung standen aktuelle Entwicklungen in der Krebsregistrierung, innovative Ansätze zur Datennutzung und Fragen zur zukünftigen Ausrichtung der Krebsregisterlandschaft in Deutschland. Den Eröffnungsvortrag hielt Prof. Dr. Hermann Brenner vom DKFZ unter dem Titel „Die Darmkrebs-Epidemie überwinden – Beiträge der Krebsregister“. Dabei wurde die zentrale Rolle der Krebsregister für Prävention, Früherkennung und Versorgungsforschung hervorgehoben.

Weitere Schwerpunkte der Tagung waren neue Ansätze zur bundesweiten Zusammenarbeit der Krebsregister und der Einsatz moderner Methoden der künstlichen Intelligenz. Internationale Perspektiven brachte Prof. Dr. Sabine Siesling von der University of Twente und dem Niederländischen Krebsregister ein. In ihrem Impulsvortrag berichtete sie über Erkenntnisse des niederländischen Krebsregisters für Prävention, Früherkennung und die Verbesserung der onkologischen Versorgung.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Podiumsdiskussion zur Zukunft der Krebsregistrierung. Dabei diskutierten die Teilnehmenden über zukünftige Herausforderungen, Entwicklungsperspektiven und die weitere Stärkung der Krebsregistrierung als Grundlage einer datenbasierten Gesundheitsversorgung.

Das KRBW hat die Liste der „weiteren Klassifikationen“ mit weiteren therapierelevanten Items ergänzt und aktualisiert. Die Liste ist eine Erweiterung der bundesweiten Liste der weiteren Klassifikationen und soll eine einheitliche Dokumentationsweise erleichtern.
Sie finden die Listen wie gewohnt auf unserer Website.

Ab sofort steht Ihnen auf unserer Website eine neue Seite rund um die Tumordokumentation zur Verfügung.
Dort finden Sie Themen und Fragen zu den Bereichen:

Die neue Seite finden Sie unter folgendem Link: https://krebsregister-bw.de/meldende/tumordokumentation/ 

Weitere Fragen zu Meldepflicht, Vergütung, Meldeprozess & Meldeportal und Daten, Auskunfts- und Widerspruchsrecht der Patient:innen finden Sie wie gewohnt bei den häufig gestellten Fragen.

Die aktuelle Liste finden Sie unter folgendem Link: https://plattform65c.atlassian.net/wiki/spaces/UMK/pages/15532506/Substanzen

Im Erfassungsmodul unseres KRBW-Meldeportals wird die aktualisierte Auswahl im Laufe der nächsten Wochen angeboten werden.

Den über eine  Schnittstelle meldenden Einrichtungen empfehlen wir, die Liste als Vorschlagsliste im einrichtungsinternen Tumordokumentationssystem zu hinterlegen. Wenden Sie sich hierzu bitte an Ihren Softwarehersteller.

Die Zahl der Neuerkrankungen an Kolon- und Rektumkarzinomen ist in Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Das zeigt ein aktuelles Factsheet des Krebsregisters Baden-Württemberg für den Zeitraum 2015 bis 2024. Besonders deutlich fällt der Rückgang bei Menschen ab 60 Jahren aus. Die Entwicklung wird als Hinweis auf die Wirksamkeit der Darmkrebsvorsorge, insbesondere der Vorsorgekoloskopie, gewertet.

Während die altersstandardisierten Erkrankungsraten für Kolonkarzinome bei Männern und Frauen signifikant sanken, zeigte sich auch bei Rektumkarzinomen ein rückläufiger Trend (jedoch nicht signifikant). Bei Menschen unter 50 Jahren blieben die Erkrankungsraten dagegen auf niedrigem Niveau weitgehend stabil. Zudem ergaben die Auswertungen keine wesentlichen Veränderungen bei der Stadienverteilung der Tumoren über die Zeit. Insgesamt unterstreichen die Daten die Bedeutung der Früherkennung für die Prävention und frühzeitige Erkennung von Darmkrebs.

Eine aktuelle Publikation im Deutschen Ärzteblatt (https://doi.org/10.3238/arztebl.m2026.0061) beschreibt erstmals das bundesweite Linkage der Daten der Nationalen Kohorte (NAKO Gesundheitsstudie) mit den epidemiologischen Krebsregistern der Bundesländer. Die NAKO umfasst mehr als 205.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und ist die größte bevölkerungsbezogene Langzeitstudie Deutschlands.

Durch die Verknüpfung mit den Krebsregisterdaten konnten bereits rund 4.300 neu aufgetretene und etwa 2.800 bereits vor Studieneinschluss diagnostizierte Krebserkrankungen identifiziert werden. Die Studie zeigt, dass die bevölkerungsbezogenen Krebsregister eine unverzichtbare Grundlage für die zuverlässige Erfassung von Krebserkrankungen und damit für hochwertige epidemiologische Forschung sind. Zugleich verdeutlicht sie, dass die kontinuierliche und vollständige Meldung von Krebsdiagnosen durch Ärztinnen und Ärzte entscheidend für die Qualität wissenschaftlicher Auswertungen ist.

Unser herzlicher Dank gilt allen meldenden Ärztinnen und Ärzten. Mit Ihren Meldungen leisten Sie einen wesentlichen Beitrag dazu, dass Krebsregisterdaten nicht nur die Versorgung und Qualitätssicherung unterstützen, sondern auch wichtige Erkenntnisse zu Ursachen, Häufigkeit und Verlauf von Krebserkrankungen ermöglichen.

Veröffentlichung: Katzke VA, Arndt V, Greiser KH, et al. Ascertainment of Cancer Cases in the German National Cohort (NAKO): Methods and Initial Results.Dtsch Arztebl Int. Published online July 10, 2026. doi:10.3238/arztebl.m2026.0061

Aktuellen Daten zufolge steigt die Zahl der Darmkrebsfälle bei jüngeren Menschen in Deutschland. Das Phänomen ist auch aus anderen Ländern bekannt und sorgt seit Jahren für Diskussionen. Laut den Zahlen fällt der Anstieg in Deutschland weniger deutlich aus als beispielsweise in den USA. Für die Studie wurden Daten der Jahre 2003 bis 2023 aus zehn deutschen Krebsregistern analysiert. Mehr als 28.000 Darmkrebsfälle traten bei Menschen im Alter von 20 bis 49 Jahren auf (Early-Onset Colorectal Cancer, EOCRC). Dabei zeigte sich ein Anstieg der Darmkrebsinzidenz bei 20- bis 29-Jährigen sowie bei 30- bis 39-Jährigen, wie ein Forschungsteam um Volker Arndt vom Krebsregister Baden-Württemberg berichtet. In der Altersgruppe der 20- bis 29 jährigen gab es jährlich 3,3 Prozent mehr Neudiagnosen bei den Männern und 3,9 Prozent mehr bei den Frauen. Bei den 30- bis 39-Jährigen waren es jährlich 2,2 Prozent (Männer) beziehungsweise 2,0 Prozent (Frauen) mehr. Der Inzidenzanstieg war bei Krebserkrankungen mit guter Prognose stärker ausgeprägt. Bei den 40- bis 49-Jährigen blieb die Erkrankungshäufigkeit dagegen insgesamt weitgehend stabil.

Altersstandardisierte Inzidenz- und Mortalitätsraten mit 95-prozentigen Konfidenzintervallen für Darmkrebs bei Personen im Alter von 20 bis 49 Jahren in Deutschland. 2003–2023, nach Geschlecht. Inzidenz für ICD-10-Codes C18–C20 ohne C18.1 und Mortalität für ICD-10-Codes C18–C20 einschließlich C18.1. Altersstandardisierte Inzidenz- und Mortalitätsraten pro 100.000 Einwohner auf Basis der europäischen Standardbevölkerung (1976). Die Skala der y-Achse variiert.

Die Ergebnisse aus Deutschland wurden außerdem mit Daten des US-amerikanischen Krebsregisters verglichen, wo die Zunahme von EOCRC seit Jahren beobachtet und diskutiert wird. Hierbei zeigte sich, dass die Erkrankungsraten in Deutschland im gesamtem Untersuchungszeitraum deutlich niedriger waren als in den USA. Zudem verlief der Anstieg von EOCRC in Deutschland wesentlich langsamer.

Veröffentlichung: Referenz Sven Voigtländer, Hiltraud Kajüter, Ina Wellmann, Andras Szentkirályi, Bernd Holleczek, Volker Arndt, Jacqueline Müller-Nordhorn and the ALSTER Working Group: Incidence trends of early-onset colorectal cancer in Germany: A registry-based study from 2003 to 2023. International Journal of Cancer, 2026, https://doi.org/10.1002/ijc.70600