Bundesweite Jahrestagung des Deutschen Krebsregister Vereins (DKR e. V.) in Heidelberg
Rund 150 Fachleute aus den klinischen und epidemiologischen Krebsregistern Deutschlands sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Gesundheitswesen und Politik kamen zur ersten gemeinsamen Jahrestagung des Deutschen Krebsregister Vereins (DKR e. V.) und der Plattform § 65c nach Heidelberg.

Die Jahrestagung wurde vom Epidemiologischen Krebsregister Baden-Württemberg organisiert. Im Mittelpunkt der Tagung standen aktuelle Entwicklungen in der Krebsregistrierung, innovative Ansätze zur Datennutzung und Fragen zur zukünftigen Ausrichtung der Krebsregisterlandschaft in Deutschland. Den Eröffnungsvortrag hielt Prof. Dr. Hermann Brenner vom DKFZ unter dem Titel „Die Darmkrebs-Epidemie überwinden – Beiträge der Krebsregister“. Dabei wurde die zentrale Rolle der Krebsregister für Prävention, Früherkennung und Versorgungsforschung hervorgehoben.
Weitere Schwerpunkte der Tagung waren neue Ansätze zur bundesweiten Zusammenarbeit der Krebsregister und der Einsatz moderner Methoden der künstlichen Intelligenz. Internationale Perspektiven brachte Prof. Dr. Sabine Siesling von der University of Twente und dem Niederländischen Krebsregister ein. In ihrem Impulsvortrag berichtete sie über Erkenntnisse des niederländischen Krebsregisters für Prävention, Früherkennung und die Verbesserung der onkologischen Versorgung.
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Podiumsdiskussion zur Zukunft der Krebsregistrierung. Dabei diskutierten die Teilnehmenden über zukünftige Herausforderungen, Entwicklungsperspektiven und die weitere Stärkung der Krebsregistrierung als Grundlage einer datenbasierten Gesundheitsversorgung.